Entstehungsgeschichte des Eisenacher Haus
Wir schreiben das Jahr 1989, das Jahr, in dem im Osten Deutschlands mit einer friedlichen Revolution die Grenzen zwischen den zwei deutschen Staaten, zwischen zwei Machtblöcken in Europa, fielen.


Dies war auch die Chance für das Eisenacher Haus, wieder zur ursprünglichen
Nutzung zurückgeführt zu werden. Doch es sollte
noch bis zum 13. Januar 1990 dauern, bis die „Abhörspezialisten“
das Terrain räumten. Nun war der Weg frei, das Eisenacher Haus,
welches 1927/1928 vom Rhönclub Eisenach erbaut wurde, wieder
zu dem zu gestalten, was es einmal war, zu einem beliebten
Ausflugsziel in der Rhön.
Bis zu diesem Zeitpunkt erlebte das Haus eine wechselvolle Geschichte.
1928 bis 1945 eine Wanderherberge, die viele interessante
Leute besuchten, von 1945 bis 1961 Ferienheim des damaligen
FDGB. Ab 1963 bis 1970 eine Abhöranlage, die von den
sowjetischen Streitkräften belegt wurde und von 1970 bis zur
politischen Wende ein Horchposten der Staatssicherheit.
Als wir am ersten April 1990 mit den Aufräumarbeiten begannen,
glaubte keiner daran, dass wir bereits am 16. November 1990 den
ersten Teil des Eisenacher Hauses in seiner ursprünglichen Form
eröffnen konnten.
Auch heute gelten noch die in einer Holztafel verewigten Worte
des Architekten, welche er 1928 dem Bauherren übergab:
Du bist kein toter Baum aus Holz und Steinen, Du bist belebt vom Opfersinn so vieler. Dein Geist der Treue bergen Deine Pfähle. Ein starker Wille waltet unterm Dach und jeder Stein im Bau hat seine Seele.
So verstehen wir auch unsere Verantwortung als Familie Lehmann,
dieses traditionsreiche Haus als „Perle“ der thüringischen
Rhön weiter zu entwickeln.







